Generationen – Gerechtigkeit

„Generationengerechtigkeit ist erreicht, wenn die Chancen nachrückender Generationen auf Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse mindestens so groß sind wie die der ihnen vorangegangenen Generationen“, so der deutsche Experte Jörg Tremmel im Jahr 2003. Als generationenübergreifender Verband ist der ÖCV daher geradezu prädestiniert, hier die Initiative zu ergreifen. In einem einführenden Beitrag zeigt Peter Prieler versicherungsmathematisch dringend notwendige Korrekturen auf, ehe der Vorsitzende der Verbandsführung, Georg Feith über die jüngst installierte „Initiative Generationengerechtigkeit im ÖCV“ und die zentralen Forderungen informiert. 

Jene Reformen, die zwingend für eine nachhaltige Gestaltung des Pensionssystems gesetzt werden müssen, nennt der renommierte Arbeits- und Sozialrechtsexperte Univ.-Prof. Wolfgang Mazal (NbW), während Ökonom Ulrich Schuh die fehlende finanzielle Nachhaltigkeit sowie massive Ungleichbehandlungen anprangert. Abschließend vergleicht David Nagiller (AIn) die Pensionssysteme von vier ausgewählten europäischen Staaten. 

Das überbordende heimische Anspruchsdenken und aktuelle politische Fragen stehen im Mittelpunkt eines Interviews mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (A-D) und im Vorfeld der Landtagswahl in Wien analysiert Herbert Kaspar (Am) SPÖ-nahe Machtkartelle und teure Inseratengeschäfte. Der Journalist Hans Winkler nennt die Motive der ÖVP-Wähler und klassische Anwendungsfelder bürgerlicher Politik, während Rudolf Öller einen kritischen Blick auf das Konzept der „Einheitsschule“ wirft. 

Die aktuelle Situation im Jemen steht im Mittelpunkt des Beitrags von Michael Stigelbauer, während Thomas Franz Eisenhut (Am) und Johann-Georg Stadler (Rd) die jüngsten linksradikalen Angriffe auf Couleurstudenten zusammenfassen. Abgerundet wird die aktuelle Ausgabe mit Nachrufen auf drei kürzlich verstorbene Persönlichkeiten des ÖCV.